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Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um knapp 3 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Von   /   19. Juni 2019

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) fiel der Verbrauch im ersten Quartal um 2,7 Prozent auf 3.730 Petajoule (PJ) beziehungsweise 127,4 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Bei den Kohlen lagen die Rückgänge im zweistelligen Bereich, die Erneuerbaren konnten dagegen insgesamt um knapp 2 Prozent zulegen.

 

Auf die Entwicklung des Energieverbrauchs im ersten Quartal 2019 übte das Wetter den größten Einfluss aus. Nach einem gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich kühleren Januar lagen die Temperaturen im Februar und im März nicht nur höher als im Vorjahr, sondern überstiegen auch das langjährige Mittel.

 

Für die Verschiebungen im Energiemix ist vor allem die aufgrund günstiger Windverhältnisse um mehr als ein Viertel gestiegene Stromproduktion aus der Windenergie verantwortlich.

 

Der Verbrauch von Mineralöl erhöhte sich insgesamt um knapp 3 Prozent. Für diese Entwicklung war der Anstieg des Verbrauchs von Diesel-und Flugkraftstoff sowie die Aufstockung der Heizölvorräte bei den Verbrauchern verantwortlich.

 

Der Erdgasverbrauch verringerte sich insgesamt um rund 2 Prozent. Während der Einsatz für die Wärmeversorgung infolge des Witterungsverlaufs zurückging, behauptete sich der Erdgaseinsatz in der Stromerzeugung auf dem Niveau des

 

Vorjahreszeitraums.  Der Verbrauch an Steinkohle sank im ersten Quartal 2019 um mehr als 15 Prozent, da in Folge hoher Stromeinspeisungen aus Wind-und Photovoltaikanlagen erneut weniger Steinkohle in den Kraftwerken zur Strom-und Wärmeerzeugung eingesetzt wurde.

 

Außerdem wirken sich die zum Ende des Vorjahres erfolgten Stilllegungen von Kraftwerksblöcken aus. Der Einsatz von Koks und Kohle in der Stahlindustrie war um rund 3 Prozent rückläufig. Der Verbrauch von Braunkohle verringerte sich in den ersten drei Monaten 2019 um mehr als 16 Prozent.

 

Dieser erhebliche Rückgang hat vor allem drei Ursachen: Die stark gestiegene Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, die Überführung weiterer Braunkohlenkraftwerksblöcke in die Sicherheitsbereitschaft sowie die Auswirkungen des Rodungsstopps im Hambacher Forst auf die Braunkohlenförderung.

 

Bei der Kernenergie kam es zu einem Anstieg der Stromproduktion um 4 Prozent, da der Betrieb der Anlagen wegen einer Häufung von Revisionen im Vorjahr eingeschränkt worden war.

 

 

 

 

 

 

Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch im ersten Quartal 2019 um knapp 2 Prozent. Bei der Windkraft gab es ein kräftiges Plus von 26 Prozent und die Solarenergie legte um 15 Prozent zu. Bei der Biomasse kam es dagegen zu einem Minus von 7 Prozent. Die Wasserkraftwerke lieferten 4 Prozent weniger Strom.

 

 

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