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Twitter-Politik des neuen US-Präsidenten

Von   /   19. Januar 2017

Die Twitter-Politik des neuen US-Präsidenten wird den künftigen Politikstil rund um die Welt maßgeblich beeinflussen, sagt das Diplomatic Council (DC) voraus, ein globaler Think Tank mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (www.diplomatic-council.org). 

GAS REVIEW 2017

Die „Denkfabrik“ nennt Donald Trump einen „Vorboten der digitalen Politikkommunikation“.

DC Commissioner for UN Affairs Steffen Rabus erklärt: „Mit seinen 70 Jahren geht Trump natürlich nicht mehr als Digital Native durch – also als jemand, der mit dem Internet aufgewachsen ist. Dennoch treibt er die von Obama begonnene Social-Media-Politik auf die Spitze. Um wieviel fundamentaler wird sich der Politikstil wohl verändern, wenn die Digital Natives die Regierung übernehmen?“

 

Verdopplung der Digital Natives binnen zehn Jahren

Als „Digital Natives“ stuft das Diplomatic Council die nach dem Jahr 2000 Geborenen ein, die eine Welt ohne Smartphone überhaupt nicht kennen, die mit dem Internet und dem Smartphone wie mit der Muttermilch aufgewachsen sind.

 

Sie strömen in diesen Jahren in die Politik, die Wirtschaft und die Gesellschaft und werden sie fundamental verändern, sagt die „Denkfabrik“ voraus. Das Diplomatic Council nennt Zahlen: Demnach ist die Menschheit mit über 8 Milliarden Mobiltelefonanschlüssen weltweit in das Jahr 2017 gegangen.

 

Rund die Hälfte der Weltbevölkerung sei mit dem Internet verbunden. Etwa ein Drittel der jungen Leute zähle heute schon zu den Digital Natives; in den nächsten fünf Jahren sei mit einer Verdoppelung zu rechnen.

 

 

 

 

 

Diese Entwicklung werde fundamentale Auswirkungen auf den Politikstil, die Arbeitswelt und den Zusammenhalt der Gesellschaft haben.

 

Das Aufeinanderprallen von Digital Novices – den „Digitalanfängern“ – und den Digital Natives – den „Digitalkindern“ – ist zu weiten Teilen von Missverständnissen

geprägt, stellt das Diplomatic Council fest.

 

Dazu Steffen Rabus: „Die Novices haben zwar die technologischen Grundlagen für die allgegenwärtige Digitalisierung gelegt, die Digital Natives haben diese Technologien teilweise weiterentwickelt.

 

Des Weiteren nutzen sie die Technik auf ihre eigene Art. SMS (Short Message Services) wurde zu ganz anderen Zwecken entwickelt – unnötig zu erklären, wie es heute genutzt wird und was daraus alles noch an Anwendungen gefolgt ist. Die Treiber waren die jungen Natives!

 

Oftmals fehlt ein gegenseitiges Verständnis zwischen Digital Natives und Digital Novices z. B. für die Werte und Anliegen der analogen Generation, andererseits für das rasant veränderte Kommunikationsverhalten der jungen digitalen Generation.

 

Beide Seiten sind aufgerufen, Brücken zu bauen.“

„Wenn der US-Präsident seine Sicht der Welt und damit die Eckpfeiler seiner Politik in einem Maße über Twitter verbreitet, wie wir das bisher sowohl in Bezug auf Häufigkeit und Deutlichkeit nicht kennen, wird dies wegweisend sein für den Politikstil in den nächsten Jahren rund um den Globus“, meint Steffen Rabus. Er sagt: „Die politische Szene wird sich weltweit auf diese Art von Kommunikation zu den Bürgern und anderen Regierungen einstellen müssen. Vorbei die Zeit, wo politische Ereignisse von professionellen Redenschreibern mit wohlformulierten Erklärungen aufwarten.

 

Vorbei die Zeit, in der in einer intellektuellen Interpretation kluger Journalisten zu lesen ist, was zuvor die auf Vorsicht bedachten Pressesprecher der Parteien der Öffentlichkeit vermitteln wollten, wenn Trump auf 140-Zeichen-Direktansprache setzt.

 

Die Geschwindigkeit, mit der künftig Informationen vermittelt werden, lässt der traditionellen Medienlandschaft nicht mehr die Zeit für langwierige Interpretationen und Auslegungen.“

 

Der Umbruch Analog-Digital erfolgt jetzt

 

DC Commissioner Steffen Rabus erklärt: „Der Analog-Digital-Umbruch erfolgt jetzt. Es mag wie ein Witz der Geschichte klingen, dass sich ausgerechnet ein 70jähriger US-Präsident als maßgeblicher Motor dieser Entwicklung entpuppt.

 

Während er mit postfaktischer Politik zum Anführer der nach Indien zweitgrößten Demokratie der Welt aufsteigt, diskutiert die deutsche Politik, wie man per Anti-Fake-News-Gesetz das durch Facebook und Twitter überhaupt erst ermöglichte postfaktische Zeitalter in seine Schranken verweisen kann.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Über das Diplomatic Council: Das Diplomatic Council (UNO reg.) ist ein bei den Vereinten Nationen mit Beraterstatus akkreditierter globaler Think Tank zur Verbindung von Diplomatie, Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Hierzu verknüpft das Diplomatic Council ein weltweites Wirtschaftsnetzwerk mit der Ebene der diplomatischen Kommunikation.

 

Als Mitglieder sind gleichermaßen Diplomaten und Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie verantwortungsbewusste Unternehmen, wissenschaftliche Forschungs- und akademische Bildungs­einrichtungen willkommen.

 

In Fachforen behandelt das Diplomatic Council Themen von hohem Interesse für Wirtschaft und Gesellschaft.

 

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